Leserbrief Manuela Plechinger,Zwiesel/Hildesheim 27.08.12

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Leserbrief Manuela Plechinger,Zwiesel/Hildesheim 27.08.12

Beitragvon Admin » 1. Sep 2012, 12:28

"Ein Stück Heimat"

Zum Artikel "Pflege-WG kontra Jugendcafé":

 Das diesjährige Sommerfest im Jugendcafé Zwiesel hat auf wunderbare Weise gezeigt, wie wichtig und unersetzbar diese Art von offener Jugendarbeit ist und eben auch das Gebäude an sich. Eine große bunte Mischung an Leuten hat sich eingefunden, um friedlich zu feiern und Musik zu genießen.

 Zum einen die "Ehemaligen", denen, teilweise über ganz Deutschland verteilt lebend, ihr Kaff immer noch ein wichtiges Stück Heimat bedeutet. Haben sie doch selbst den größten Teil ihrer Jugend dort verbracht und mit viel Herzblut das Jugendcafé aufgebaut, renoviert und sich engagiert. Sobald ein paar von ihnen mal wieder im "Woid" ein bisschen Zeit verbringen, lautet die erste Adresse für ein Treffen: Jugendcafé Zwiesel.

 Zum anderen die "Aktiven", eine große Gruppe junger Menschen unterschiedlichen Alters, die nicht nur das Sommerfest hervorragend organisiert haben, sondern auch Konzerte, Filmabende oder einfach nur den normalen Betrieb auf die Beine stellen.

 Im Kaff lernt man Verantwortung zu übernehmen. Ich kann mich noch gut an meinen Stolz und meine Freude erinnern, als mir mit 16 der Schlüssel übergeben wurde, damit ich einen eigenverantwortlichen Thekendienst antreten konnte, den ich auch jahrelang ausgeführt habe.

 Man lernt Engagement zu zeigen. Bei zwei großen Renovierungsmaßnahmen haben ich und viele andere Helfer die damaligen verantwortlichen Leiter mit viel Zeit und Mühe dabei unterstützt, unser Kaff auf Vordermann zu bringen.

 Auch lernt man Zusammenarbeit. Es trafen viele unterschiedliche Charaktere aufeinander, aber wir haben es immer geschafft, aufeinander zuzugehen, uns "zusammenzuraufen" und alle möglichen Projekte zu organisieren und das Kaff am Laufen zu halten. Dadurch sind langjährige Freundschaften entstanden, die immer noch andauern, oft über eine große Distanz hinweg.

 Die wichtigste Gruppe aber sind die "Neuen", Jugendliche, die einen Ort suchen, an dem sie Gleichgesinnte treffen können. Das Sommerfest hat ihnen eine Möglichkeit gegeben, das Kaff zu "beschnuppern". Ich bin überzeugt davon, dass ihnen das Jugendcafé Zwiesel zum zweiten Wohnzimmer werden wird, wie es für mich und eine Menge anderer der Fall war, und sie sich mit Feuereifer und Begeisterung engagieren und die nächste Generation der Jugendcafé-Familie bilden werden.

 Es wäre wirklich zu bedauern, wenn ihnen diese Möglichkeit enthalten bliebe und vielen anderen, die ihre Wurzeln nicht nur in Zwiesel, sondern eben auch im Jugendcafé haben, ein Stück Heimat genommen würde.

Manuela Plechinger,Zwiesel/Hildesheim
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