Leserbrief Tobby Ritzkowski, Flanitz 30.08.12

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Leserbrief Tobby Ritzkowski, Flanitz 30.08.12

Beitragvon Admin » 1. Sep 2012, 12:32

"Erfahrungen für die eigene Persönlichkeit"

Zur aktuellen Diskussion um das Jugendcafé Zwiesel:

 Das Jugendcafé Zwiesel ist schon allein durch seinen idyllischen Platz im alten Pfarrhof etwas Besonderes. Ebenso wie es dort, im Herzen der Stadt, gewachsen ist und sich verwurzelt hat, sind es auch die Geschichten, Aktivitäten und freiwilligen Aufgaben.

 Die Jugendlichen der Stadt und ihrer Umgebung haben dies liebevoll und in Eigeninitiative geschaffen und getragen und haben sich damit ihre eigene Welt erbaut, in der jeder sein kann, wie er ist, ein Ort, an dem man seinen Aufenthalt nicht erkaufen muss. Durch genau diesen Umstand wird auch jeder, egal welcher Herkunft und sozialen Schicht, unabhängig von schulischem oder beruflichem Hintergrund, akzeptiert und verstanden, (...).

 Gerade in der schwierigen Phase des Erwachsen-Werdens bietet das Kaff ein Zuhause an, einen Ort, an dem man sowohl sich selbst, als auch Gemeinsamkeiten mit anderen entdecken und weiterentwickeln kann.

 Besonders hervorzuheben ist, dass sich hier Menschen aller Art, von überall her, treffen und miteinander voneinander lernen. Da sind Glasfachschüler, Blockschüler aus ganz Deutschland, Asylanten und Austauschschüler und für alle ist das Kaff eine Anlaufstelle, um Kontakte zu einheimischen Jugendlichen zu knüpfen, aus denen lebenslange Freundschaften entstanden sind.

 Aus diesem Grund finden auch viele verschiedene, altersgerechte Kulturveranstaltungen statt, wie zum Beispiel Konzerte oder ein Austausch mit Venezuela, die von den Jugendlichen eigenverantwortlich organisiert (...) werden und die überregionale Bekanntheit genießen.

 Dieses sind nicht nur unschätzbare Erfahrungen für die Persönlichkeitsentwicklung, sie helfen auch im späteren Leben weiter und beeinflussen die Jugendlichen, die ja die Wähler von morgen sind, maßgeblich. Sie nehmen bewusst und interessiert am Geschehen des Landkreises und der Stadt teil, da auch diese Themen regelmäßig diskutiert werden.

 Ich habe selber viele Jahre in den 80-ern im Jugendcafé verbracht und auch in den letzten Jahren habe ich wieder öfters Veranstaltungen besucht. Ich war froh, dass es für meinen Sohn als Teenager einen Platz gab, der auch mir schon vertraut war und wo ich ihn gut aufgehoben wusste. In den Jahren bis zu seinem Abitur hat er im Kaff ehrenamtlichen Thekendienst geleistet und dort auch intensiv seine Interessen entwickelt und erweitert. Durch das Jugendcafé sind die hiesigen Jugendlichen keine namenlosen Gesichter und ich kann die Probleme, Interessen und Fortschritte unserer Jugend mitverfolgen.

 Ich bezweifle, dass es der richtige Weg ist, dies alles zu zerstören, um eine neue, andere Sozialeinrichtung zu schaffen, deren Bestehen niemand garantieren kann.

Tobby Ritzkowski, Flanitz
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